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Wie alles begann

Eigentlich wollte der Niddaer Medizinstudent Martin Eckhardt nur ein Praktikum in einem fernen Land absolvieren. Dass er mit seiner Reise nach Ghana im Jahr 1999 den Grundstein für die erfolgreiche Hilfsorganisation foundation human nature legte, war ihm damals natürlich noch nicht bewusst. Von seinen Professor Henning Breithaupt erfuhr der damals 24-jährige Eckhardt von einer abgelegenen Gesundheitsstation in Ghana. Er hatte auch erfahren, dass diese Station dringend einen Krankenwagen benötigte. Eckhardt entschied sich kurzerhand, vor seiner Reise noch reichlich Spenden zu sammeln. 5000 DM kamen zusammen. Im Sommer 1999 trat er sein Praktikum im Agogo-Hospital in Ghana an und übergab die Spende. Zurück nach Deutschland kam er nicht nur mit vielen Eindrücken, sondern auch mit einem weiteren medizinischen Hilfsprojekt. Der Chefarzt des Agogo-Hospitals bat um Unterstützung. Für die Hauttransplantationen – vor allem bei Kindern – brauchte man dringend einen Hauthobel. Martin Eckhardt machte sich in Deutschland wieder an das Sammeln von Spenden.
Mit Dia-Vorträgen begeisterte er viele Menschen von dem Land Ghana und überzeugte gleichzeitig, wie wichtig und wie einfach Hilfe sein kann. Bereits im Herbst 1999 wurde der Hauthobel im Wert von 7000 Mark nach Ghana geschickt.

Helfen als Leidenschaft, für Martin Eckhardt trifft dies zu. Im Frühjahr 2000 machte er sich wieder auf. Diesmal ging es nach Nepal. Und auch hier sammelte er nach einem medizinischen Praktikum Spenden für Hilfprojekte.
Im Sommer 2000 stand Ecuador auf dem Reiseplan Eckhardts. Diesmal half er bei einem Aufforstungsprojekt im westecuadorianischen  Regenwald. Schnell hatte sich bei den Menschen vor Ort herumgesprochen, dass ein „Doctor“ anwesend sei. Obwohl Eckhardt damals noch Student war, leistete er medizinische Hilfe so gut er konnte. Und er hatte die Idee zum Bau einer Gesundheitsstation mitten im Urwald. Aus der Idee wurde Wirklichkeit: Seit 15. Dezember 2001 betreut die Gesundheitsstation etwa 6000 Menschen.

Im Laufe der Jahre wurde die Hilfe, die Eckhardt leistete, immer professioneller. Eine solide organisatorische Basis sollte die Projekte koordinieren. Mit dem Bau der Station in Ecuador gründete Martin Eckhardt gemeinsam mit Freunden, die er bei seinen Reisen auf der ganzen Welt kennengelernt hatte, foundation human nature.