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La Y und die 30 Dorfgemeinschaften liegen im Naturschutzgebiet Mache Chindul, einem Naturpark mit ursprünglich tropischem Regenwald und einer Lagune, welche 2002 den 8. Platz in der Liste der international schützenswerten Feuchtbiotope erhalten hat. Die Kantonhauptstadt Quinindé mit ca. 30.000 Einwohnern und dem Distriktkrankenhaus liegt etwa 30 km entfernt. Von dort aus fahren die Camionetas (Pick-Up-Trucks) auf einem schwer befahrbaren Weg nach La Y. Die Fahrt kann in der Regenzeit bis zu vier Stunden dauern. La Y de la Laguna heißt übersetzt die Y-Weggabelung an der Lagune, denn an diesem Ort teilt sich der Weg von der Stadt über das Dorf in die vielen kleinen Dorfgemeinschaften in der Umgebung, die nur zu Fuß oder per Pferd/Maulesel erreichbar sind. Ein solcher Weg nimmt im Extremfall zehn bis zwölf Fußstunden in Anspruch.

Hauptsächlich Bewohner der Provinz Manabí haben sich hier vor einigen Jahrzehnten angesiedelt. Inzwischen leben etwa 6.000 Menschen in diesem Gebiet, hauptsächlich Mestizen sowie Schwarze und Indígenas (Ureinwohner). Da die Besiedlung von der Regierung mehr oder weniger billigend in Kauf genommen wurde, gab es bisher für El Páramo noch kaum staatliche Unterstützung. Es gab keine verwertbare Karte und auch keine Daten über Zahl und Bedürfnisse der Bevölkerung, die über grobe Schätzungen hinaus gingen. Es gibt nahezu keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Trinkwasser, Abfallbeseitigung, Strom und Bildungsmöglichkeiten. Nur wenige Dorfschulen, die aber kaum Unterrichtsmaterial besitzen, bieten Unterricht an. Die schlecht bezahlte Landwirtschaft erwirtschaftet nur geringe Löhne und aus Mangel an Information über nachhaltige Entwicklung wird der größte Schatz den die Menschen haben, die Natur, stark in Mitleidenschaft gezogen.

El Páramo liegt inmitten des Malariagürtels, wobei die Einheimischen auch von Denguefieber, Typhus, Darm- und Hautparasiten, Leishmaniose, Atemwegsinfektionen oder Machetenverletzungen geplagt sind. Eine Gesundheitsversorgung war bisher durch die Kosten und den langen und beschwerlichen Weg nach Quinindé erheblich erschwert. Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Männergesellschaft, welche die gesundheitlichen Probleme der Frauen ignoriert. Es ist eine arme, aber sehr herzliche Bevölkerung, die unsere Hilfe sehr schätzt und mit der Unterstützung von fhn für bessere Lebens- und Umweltbedingungen kämpft.