

Hauptsächlich Bewohner der Provinz Manabí haben sich hier vor einigen Jahrzehnten angesiedelt. Inzwischen leben etwa 6.000 Menschen in diesem Gebiet, hauptsächlich Mestizen sowie Schwarze und Indígenas (Ureinwohner). Da die Besiedlung von der Regierung mehr oder weniger billigend in Kauf genommen wurde, gab es bisher für El Páramo noch kaum staatliche Unterstützung. Es gab keine verwertbare Karte und auch keine Daten über Zahl und Bedürfnisse der Bevölkerung, die über grobe Schätzungen hinaus gingen. Es gibt nahezu keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Trinkwasser, Abfallbeseitigung, Strom und Bildungsmöglichkeiten. Nur wenige Dorfschulen, die aber kaum Unterrichtsmaterial besitzen, bieten Unterricht an. Die schlecht bezahlte Landwirtschaft erwirtschaftet nur geringe Löhne und aus Mangel an Information über nachhaltige Entwicklung wird der größte Schatz den die Menschen haben, die Natur, stark in Mitleidenschaft gezogen.
El Páramo liegt inmitten des Malariagürtels, wobei die Einheimischen auch von Denguefieber, Typhus, Darm- und Hautparasiten, Leishmaniose, Atemwegsinfektionen oder Machetenverletzungen geplagt sind. Eine Gesundheitsversorgung war bisher durch die Kosten und den langen und beschwerlichen Weg nach Quinindé erheblich erschwert. Ein weiteres Problem ergibt sich durch die Männergesellschaft, welche die gesundheitlichen Probleme der Frauen ignoriert. Es ist eine arme, aber sehr herzliche Bevölkerung, die unsere Hilfe sehr schätzt und mit der Unterstützung von fhn für bessere Lebens- und Umweltbedingungen kämpft.