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Ghana |  Huttel-Health-Center | Die Region Boamadumasi | Aktuelles | Bilder

fhn betreut ein ländliches Gesundheits- und Entwicklungszentrum in der Ashanti-Region im Südwesten Ghanas. Das Projekt wurde bereits 1989 von einer Deutschen ins Leben gerufen und fhn Anfang 2003 zur weiteren Betreuung übergeben, da die Gesundheitsversorgung der Region zusammen zu brechen drohte.
Seit der Neueröffnung am 2. Juni 2003 sorgen hier nun ein Medical Assisstant (speziell ausgebildete Krankenschwestern und –pfleger, die in Ghana die ländliche Gesundheitsversorgung wahrnehmen), eine Hebamme, ein Laborant sowie ein Betreuer für den Apothekenbereich/Kassierer für eine Basisgesundheitsversorgung der Bevölkerung. In der Region um Boamadumasi sind Malaria, Tuberkulose, Typhus und AIDS die am häufigsten und bedrohlichsten Erkrankungen. Hautinfektionen, Atem- und Harnwegserkrankungen sowie Durchfallserkrankungen sind nicht minder selten. Ein weiteres schwerwiegendes Problem bereiten tropische Geschwüre wie Buruli Ulcus, die früh erkannt werden müssen, damit Aussicht auf Heilung besteht und vor allem bei Schulkindern häufig vorkommen. Kleinkinder leiden insbesondere an Durchfall- und Atemwegserkrankungen, Masern, Unterernährung und Malaria, die zum Tod führen. Die meisten Einheimischen sind nicht geimpft und wissen nur unzureichend über Grundregeln der Hygiene und Familienplanung Bescheid.

Wöchentlich besuchen 30 bis 40 Patienten das Huttel Gesundheits- und Entwicklungszentrum. Wie bei allen unseren Projekten liegt auch in Ghana deren Durchführung bei fhn Ghana und den einheimischen Menschen. Ein Gesundheitskomitee, bestehend aus jeweils einem Mann und einer Frau aus den umliegenden Dörfern, trifft sich im zweiwöchigen Rhythmus, um Angelegenheiten des Huttel Gesundheits- und Entwicklungszentrums zu erörtern und Entscheidungen zu treffen. Die direkte Projektbetreuung obliegt dem lokalen Projektverantwortlichen von foundation human nature Ghana (Osei Danso Emmanuel, genannt "Vasco"), der mit dem Komitee sowie den Angestellten der Station arbeitet. Vom "Norden" aus wird das Projekt von Dr. Edward Gold (fhn England) betreut.

Neben der Gesundheitsversorgung existiert u.a. ein Landwirtschaftsprojekt. Auf drei Hektar werden Maniok, Yams, Orangen and Bananen angebaut, deren Einnahmen dem Zentrum zu gute kommen. Ein neu angelegter Brunnen soll das Zentrum und die umgebenden Gemeinden mit Trinkwasser versorgen. Es bestehen Kontakte zu lokalen Schulen, um die Bildungssituation zu verbessern.